The international Journal of
  Logotherapy and Existential Analysis
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Volume 2, Number 2 (Fall 1994)

David Guttmann | Meaningful Social Work: Logotherapy for the Helping Professional [Sinnsuche und Sozialarbeit: Logotherapie für die sozialen Berufe]

Reuven P. Bulka | Logotherapy Confronts Kevorkianism [Logotherapeutische Argumente gegen die Sterbehilfe]

Viktor E. Frankl | Facing the Transitoriness of Human Existence [Bewältigung der Vergänglichkeit]

Wolfram Kurz | Logotherapie und Theologie [Logotherapy and Theology]

Gottfried Jochum | Gesund macht - wenn man trotzdem lacht! Von Ernst und Unernst in der Paradoxen Intention [The Healthy Smile - Seriosity and Humour in Paradoxical Intention]

Heidrun Görl | Humor, Persönlichkeit und Gesundheit [Humour, Personality, and Health]

Rita Malcomess | Erfahrungen mit Logotherapie als fokaler Kurzpsychotherapie in einer Fachklinik für Allergien, chronische Haut- und Gelenkerkrankungen und Rheuma [Logotherapy as a Focal Short-Term Psychotherapy in a Clinic for Dermatology and Rheumatology]

Wolfgang Hiller und Christoph Eissing-Christophersen | Das Viktor E. Frankl-Haus in Alt-Mölln [The Viktor E. Frankl House in Alt-Moelln]

Elisabeth Lukas | Wer ist der Gaukler? - Einspruch gegen eine Diffamierung der Logotherapie [Who is the fraud? - Objection against a defamation of logotherapy]
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MEANINGFUL SOCIAL WORK: LOGOTHERAPY FOR THE HELPING PROFESSIONAL
David Guttmann

Abstract
This is an advance print of the Preface and Introduction to a book by D. Guttmann, bearing the above title. It is to appear in Fall, 1994, published by Springer (New York.) The author, who for many years filled the position of Dean of the School of Social Work at the University of Haifa, undertakes to provide a thorough introduction to the concepts and the application of Logotherapy in the context of his field.

In the Prologue which we print here by the kind permission of the author and of Springer, New York, he states his motivation for this enterprise and sketches potential applications for various audiences. The Introduction, also printed here, presents some problems in social work practice, particularly in psychotherapeutic treatment, and introduces the concept of meaning as a logotherapeutic concept that can be applied to client and practitioner behavior. The value orientations of social workers and logotherapists are presented as well, detailing the latters' principles and philosophy. Emphasis is placed on introducing logotherapy not as a substitute or replacement to social work, rather as a supplement to its traditional methods and as an additional approach to enriching the clients' lives.

[The Editor]

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Zusammenfassung
Der folgende Beitrag ist ein Vorabdruck aus einem neuen Buch von D. Guttmann, das bei Springer (New York) unter dem obigen Titel erscheinen wird. Der Autor, der durch viele Jahre Dekan der School of Social Work der Universität Haifa war, präsentiert in diesem Buch eine gründliche Einführung in die Konzepte und Methoden der Logotherapie im Zusammenhang mit seinem Fachgebiet.

Im Vorwort, das wir hier mit der freundlichen Genehmigung des Autors abdrucken, legt er dar, welche Anregungen sein Buch für verschiedene Leserkreise enthalten könnte. Im Einführungskapitel, das ebenfalls hier abgedruckt ist, beschreibt er verschiedene Probleme der Sozialarbeit, insbesondere in der psychotherapeutischen Behandlung. Er führt den Sinnbegriff als logotherapeutisches Konzept ein, das sowohl auf das Verhalten des Klienten als auch auf das des Therapeuten anwendbar ist. Die Wertorientierung des Sozialarbeiters und des Logotherapeuten wird ebenfalls diskutiert, wobei auf die philosophischen Prinzipien des letzteren eingegangen wird. Es wird betont, daß die Logotherapie nicht als Ersatz für die klassische Sozialarbeit eingeführt werden soll, sondern als Ergänzung zu deren traditionellen Methoden und als ein zusätzliches Mittel zu dem Zweck, das Leben der Klienten zu bereichern.

[Der Herausgeber]
LOGOTHERAPY CONFRONTS KEVORKIANISM
Reuven P. Bulka

Abstract
Suicide, the doctor assisted version, has become a major issue in modern times. This article examines the logotherapeutic view of death as it relates to the meaning of life. Frankl's understanding of what death is, the meaning of death, and human finiteness are explored. The logotherapeutic understanding of the concept of afterlife as it relates to the meaning of death is then studied, together with how this impacts on the issue of suicide and human suffering.
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Zusammenfassung
Selbstmord mit ärztlicher Unterstützung ist in letzter Zeit zu einem wichtigen Thema geworden. In dieser Arbeit wird die logotherapeutische Sicht des Todes und seiner Bedeutung für den Sinn des Lebens untersucht. Frankls Ansichten über Wesen und Sinn des Todes und über die Endlichkeit des Menschen werden kritisch geprüft. Schließlich untersuchen wir die Haltung der Logotherapie zum Begriff des Jenseits und zu dessen Beziehung zum Sinn des Todes sowie die Konsequenzen, die sich aus diesem Ansatz für die Auseinandersetzung mit menschlichem Leid und Selbstmord ergeben.
FACING THE TRANSITORINESS OF HUMAN EXISTENCE
Viktor E. Frankl

Zusammenfassung
Wenn das Leben überhaupt einen Sinn hat, dann kann der Tod diesen Sinn nicht beseitigen. In gewisser Hinsicht ist die zeitliche Begrenztheit des menschlichen Lebens sogar Voraussetzung dafür, daß wir dieses Leben gewissenhaft und verantwortlich gestalten und es auf diese Weise mit Sinn erfüllen. Alter bedeutet nicht Armut an Zukunft, sondern Reichtum an Vergangenheit - und das Vergangen-Sein ist vielleicht die sicherste Art des Seins. Der Autor bringt zunächst verschiedene philosophische Argumente für diese seine Thesen, belegt sie aber am Ende auch mit einer Falldarstellung, dem oft zitierten "Fall Kotek".

(Der Herausgeber)
LOGOTHERAPIE UND THEOLOGIE
Wolfram Kurz

Zusammenfassung
Ziel des Vortrags ist es, den Zusammenhang zwischen logotherapeutischem und theologischem Denken darzustellen. Der Zusammenhang wird an vier Begriffen erläutert, die sowohl tragende theologische als auch logotherapeutische Kategorien darstellen, nämlich an den Begriffen Sinn, Transzendenz, Verantwortung und Essenz.
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Abstract
The purpose of this lecture is to examine the relationship between logotherapeutic and theological thought. This relationship is elucidated with reference to four concepts that represent fundamental categories in both theology and logotherapy: meaning, transcendence, responsibility and essence.
GESUND MACHT - WENN MAN TROTZDEM LACHT! VON ERNST UND UNERNST IN DER "PARADOXEN INTENTION"
Gottfried Jochum

Zusammenfassung
Um irrationale Ängste besiegen zu können, muß man sich ihnen stellen. Anders als jene Verhaltenstherapeuten, die ihren Patienten die Angstkonfrontation aufzwingen, will Frankl die Kranken selbst dazu motivieren und befähigen: An die Stelle des Schreckens vor dem Angstinhalt soll dessen "paradoxe Intention" gesetzt werden.

Wie aber schafft es der Patient, auf diese Art psychisch über seinen Schatten zu springen, diesen "scheinbaren Widerspruch" (= Paradoxie) auszuhalten? Die Verfahrenshilfe der Logotherapie besteht in einer - näher besehen - mehr als eindimensionalen Methode. Ausgehend von einer "Umwertung von Werten" spielen darin Ernst und Humor auf eigenartige Weise zusammen.

Im einzelnen kann unterschieden werden zwischen "ernsthafter" und "spielerischer" Intention des Angstinhalts. Jeder dieser beiden Pole ist dabei "aufgehoben" in der übergreifenden Dimension logotherapeutischer "Einstellungsmodulation" (E. Lukas). Sie ist es, die jene Distanz von der Angst schaffen kann, aus der der Widerstand gegen sie überhaupt erst möglich wird.

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Abstract
In order to overcome irrational fears one has to confront them. In contrast to behaviour therapists who force their patients into that confrontation, Frankl strives to motivate and enable his patients to take up that challenge by themselves: instead of fearing something one is encouraged to "paradoxically intend" just that thing.

How, then, is the patient to be capable of such a psychological reorientation, of mastering this "apparent contradiction" (= paradox)? The support given by logotherapy turns out to be a more than one-dimensional approach. Starting from a "re-valuation of values", seriousness and humour are invoked to cooperate in a particular manner.

Specifically, one may discriminate between "serious" and "playful" intention of the object of fear. Both are "resolved" in the overreaching dimension of logotherapeutic "behaviour modification" (E. Lukas). Only in this way one may gain distance from one's fear, thus finding the means to overcome it.
HUMOR, PERSÖNLICHKEIT UND GESUNDHEIT
Heidrun Görl

Zusammenfassung
Die Autorin erörtert die Standpunkte der drei Wiener Schulen der Psychotherapie zu verschiedenen Aspekten des Humors. Die Logotherapie macht in besonderem Maße Gebrauch von der therapeutischen Wirkung, die sich aus der Anwendung humorvoller Formeln oder Anweisungen ergibt. Die logotherapeutischen Konzepte "Selbstdistanzierung", "paradoxe Intention", "Dereflexion" beziehen sich auf die heilende Wirkung der "lächelnden Lebenshaltung", zu welcher der Patient angeleitet wird.
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Abstract
The author considers the views of the three Viennese Schools of Psychotherapy with regard to various aspects of humour. In logotherapy, the therapeutic effect of humour is invoked by way of playful formulae or paradoxical instructions. By the concepts "self-distancing", "paradoxical intention", and "dereflexion" we are stressing the healing power of that "smiling outlook upon life" the patient is encouraged to adopt.
ERFAHRUNGEN MIT LOGOTHERAPIE ALS FOKALER KURZPSYCHOTHERAPIE IN EINER FACHKLINIK FÜR ALLERGIEN, CHRONISCHE HAUT- UND GELENKERKRANKUNGEN UND RHEUMA
Rita Malcomess
(Mit einem Nachwort von F.Schröpl)

Zusammenfassung
Bei dermatologischen und rheumatischen Erkrankungen ist die begleitende Psychotherapie von besonderer Bedeutung. Chronischer Juckreiz, ständige Gelenksschmerzen oder entstellende Ausschläge belasten viele Patienten in solchem Maß, daß sie ohne Unterstützung nicht damit fertig werden können. Unter den gegebenen Randbedingungen - unregelmäßige, jeweils nur wenige Wochen dauernde Behandlung - kommt nur eine Kurzzeittherapie in Frage. Die Autorin beschreibt ihre Erfahrungen mit der Anwendung logotherapeutischer Methoden in diesem Zusammenhang. Dabei erweist sich, jenseits aller "Rezepte", die kreative und auf das jeweilige Individuum abgestimmte Arbeit auf der Grundlage logotherapeutischer Prinzipien als äußerst erfolgreich.
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Abstract
Supportive psychotherapy is of particular importance in cases of dermatological and rheumatic ailments. Chronic itching, permanent pain, or disfiguring rash are often more than a patient can bear without aid. In the specific setting of a dermatological clinic, which allows only for irregular stretches of several weeks of therapeutic interaction, a short-term therapy is mandatory. The author describes the application of logotherapeutic methods in this context. It appears that a creative, individualistic approach based on logotherapeutic principles is most effective in enabling the patients to cope with their predicament.
DAS VIKTOR E. FRANKL-HAUS IN ALT-MÖLLN
Wolfgang Hiller und Christoph Eissing-Christophersen

Zusammenfassung
Im Viktor E. Frankl-Haus werden langzeitig hospitalisierte verwirrte oder behinderte Patienten (chronische Fälle) sowie jüngere Patienten, die "institution-hoppers"[1] zu werden drohen, darin unterstützt, ihre verlorengegangenen oder niemals recht entwickelt gewesenen sozialen Fähigkeiten wiederzugewinnen. Sie sollen dadurch in die Lage versetzt werden, sich in der modernen Industriegesellschaft zurechtzufinden.

Die Patienten werden angeleitet, sich selbst helfen zu lernen und mit ihrer persönlichen Behinderung fertigzuwerden. Die Struktur des Instituts ist so gestaltet, daß den Patienten innerliche und äußerliche Führung und Stütze zuteil wird. Das umfassende Ziel ist aber, sie eben nicht durch übertriebene Fürsorge abhängig zu machen, sondern den unterbrochenen oder unabgeschlossenen Reifungsprozeß fortzusetzen, um sie letzten Endes aus dem Haus entlassen zu können.

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Abstract
The Viktor E. Frankl House in Moelln, Germany, exists to enable longterm-hospitalized mentally disordered and handicapped patients (chronic cases) and younger patients who are at risk of becoming "institution-hoppers"[1] to regain their lost or never sufficiently developed social and professional abilities, which are necessary for an individual to be integrated into modern industrial society.

The patients are guided to help themselves and to come to terms with their personal predicaments. The House is structured such as to give the patients inner and outer support and orientation. However, the overall aim is not to restrict them, hospitalize them or make them dependent by over-protection and over-providing, but to continue the interrupted or not sufficiently developed process of maturation, releasing them some day out of these facilities.
WER IST DER GAUKLER? - EINSPRUCH GEGEN EINE DIFFAMIERUNG DER LOGOTHERAPIE
Elisabeth Lukas

Zusammenfassung
Dieser Kommentar entstand als Reaktion auf einen - anonymen - Artikel, der im Juli 1994 im deutschen Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" veröffentlicht wurde. (Der Herausgeber)
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Abstract
In early summer, an international conference on "Evolution of Psychotherapy" was held in Hamburg. The interest of the media was aroused by the presence of many a great name, and more or less qualified journalists covered the event. It must have been one of the latter who wrote a badly researched article in which he denied logotherapy all scientific foundation. The logotherapist's view on this matter was brought to the attention of the unknown journalist and his magazine's publishers by the following comment. (The editor)
 

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